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Hohenfurth | Höritz  

Teufelsmauer

Alte Böhmerwaldsage: Erlebnis für Kinder

Eine alte Böhmerwaldsage überliefert, wie der leibhaftige Teufel das Kloster in Vyssi Brod/ Hohenfurth hatte überschwemmen wollen. Den Teufel störte der Bau des Klosters in Vyssi Brod. Er wollte deshalb in der Schlucht einen Damm bilden, der das Wasser aufhalten sollte. Wenn sich genug angesammelt hätte, wollte er es auf einmal mit so einer Wucht hinunterbrausen lassen, auf dass es das Kloster wegschwemmen sollte. Höllenmächte, so die Sage, stürzten riesige Steinblöcke in das Flussbett der Moldau/Vltava.
Bedingung war allerdings, dass die Arbeit fertig sein sollte, bevor der Hahn dreimal kräht. Der Höllenfürst mit den bösen Mächten hatten aber keinen Erfolg und nach dem dritten Krähen des Hahnes war des Teufels Macht zu Ende. Auf dem Turm des Klosters läutete die Glocke, und der Teufel musste den Steinblock fallen lassen. Die einen erzählen, auf diesem Steinblock sei bis heute noch die Kralle des Teufels zu sehen; die meisten Böhmerwäldler jedoch erzählen, dass sich der Teufel so geärgert habe, dass er vor Zorn mit dem Fuß aufgestampft habe - und das habe dann zu dem Abdruck im Felsen geführt.
Für die Kinder ist es eine große Freude, den Teufelsfelsen zu finden und dann den eigenen Fuß in die Umrandung zu stellen. Aber Achtung: Kinder sollten dort nicht allein herumlaufen, da es steil bergab geht. Wie man den Parkplatz/Teufelsfelsen findet? Auf der Fahrt von Hohenfurth/Vyssi Brod Richtung Lippen/Lipno befindet sich der Parkplatz zur Linken vor einer leichten Linkskurve; von Lippen/Lipno kommend folgerichtig zur Rechten nach einer leichten Rechtskurve. Den Waldweg zum Felsen (zwei Minuten Fußweg) findet man, wenn man etwa 100 Meter zu Fuß der Straße Richtung Lippen/Lipno folgt, diese dann überquert und den ausgetretenen Waldweg nimmt. Achtung: Das Überquerung der Straße vom Parkplatz zum Waldweg ist für Kinder nicht ungefährlich.
Den großen Steinblock oberhalb des Flusses nennt man die Teufelskanzel und den steilen Abhang voll von mächtigen Steinen darunter Certova stena (die Teufelswand). Dieser Felsen hieß vor langer Zeit Strasidelnik (der Gespenstige). Laut älteren Legenden war dies ein heiliger Platz, wo die alten Slawen ihren Gott des Guten Svatoroh verehrten. Das Christentum hat angeblich die alte Sage zur Schaffung einer neuen Legende benutzt, in welcher das Böse vom Teufel und das Gute vom Kloster in Vyssi Brod/Hohenfurth dargestellt wurde.





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