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Rosenberg

Rosenberger Stammschloss und jüdischer Friedhof

Das Stammschloss der gefürchteten Rosenberger war oberhalb der moordunklen Moldau errichtet worden. Die Burg aus dem Jahr 1246 brannte 1522 nieder und nur der 53 Meter hohe Jakobinerturm aus dem 13. Jahrhundert ist übrig geblieben.
Die besichtigbare untere Burg ist ein Renaissanceschloss, das heute die Sammlungen der Familie Buquoy beherbergt, die 1620 den Rosenbergern folgte und denen das Schloss bis 1945 gehörte: Ritterrüstungen. Gemälde, Gläser und ein Rittersaal mit manieristischem Wandschmuck. In der Kreuzfahrergalerie hängen Kopien aus Versailles, die die Familie Buquoy betreffen und natürlich, wie in wahrscheinlich jedem Rosenberger Schloss, ein Bild der Berta von Rosenberg (geb.1425), jener "weissen Frau", die den Dichter Franz Grillparzter zu seiner Tragödie "Die Ahnfrau" inspiriert hatte.
Man sollte auch in die Marienkirche aus dem 15. Jhdt. mit ihrem reichen Netzgewölbe schauen und auf dem linken Moldauufer die Reste der von Peter Wok I. im 13. Jhdt. angelegten Stadtmauer. Davor befindet sich der jüdische Friedhof der großen jüdischen Gemeinde, der auch lange Zeit Begräbnisstätte für die Linzer Juden gewesen ist. Denn diesen war es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts noch verboten war, ihre Toten in Linz zu bestatten. Sie wurden in "wohlverpickten Särgen" auf Fuhrwerken nach Rosenberg gebracht.
In Rosenberg hatte es auch eine Synagoge gegeben. Diese ist 1938 eben von einer Linzer SS-Einheit in Brand gesteckt worden. Zehn Jahre später wurde das Bauwerk dann von den Sozialisten abgerissen.





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